Wie man ein direktwirkendes medizinisches Magnetventil auswählt
Bei der Auswahl eines geeigneten direktwirkenden medizinischen Magnetventils sollte die Anwendung im Vordergrund stehen, nicht die Ventilgröße.
1. Definieren Sie Ihre Medien
Ermitteln Sie genau, was durch das Ventil gelangen wird:
Luft, Wasser, Öl, Sauerstoff, Stickstoff, Chemikalien oder andere Flüssigkeiten.
Das Medium definiert die erforderlichen Werkstoffe für Ventilkörper und Dichtung. Die chemische Beständigkeit des Ventils muss vor der Produktion stets geprüft werden.
2. Durchflussbedarf ermitteln
Durchflussrate und Anschlussdurchmesser beeinflussen die Ventilleistung direkt. Ein größerer Anschluss bedeutet nicht zwangsläufig ein besseres Ventil. Er muss mit dem erforderlichen Durchfluss, dem Druck und dem verfügbaren Bauraum kompatibel sein.
Beispielsweise ist das Ventil WL2262 mit Anschlussgrößen von 0.8 mm bis 2.0 mm erhältlich.
3. Druck und Vakuum prüfen.
Prüfen:
maximaler Einlassdruck
NC-Druck
Kein Druck
Mindestbetriebsdruck
Vakuum (Stufe).
Der zulässige Druck variiert erheblich in Abhängigkeit von der Anschlussgröße und der Strömungsrichtung.
4. Bestätigung der elektrischen Konfiguration
Bestätigen:
Nennspannungen
Wechselstrom oder Gleichstrom,
Jetzt,
Leistung der Spule
Arbeitszyklus
Stecker- oder Anschlussdrahttyp.
Das Ventil WL2262 beispielsweise ist für 24 V Gleichstrom und 4 W ausgelegt.
5. Temperaturen prüfen
Betrachten Sie beide:
Umgebungstemperatur und Medientemperatur.
Die Ventildichtung, das Ventilgehäuse, die Spulenisolierung und die umgebenden Materialien müssen innerhalb des vorgegebenen Temperaturbereichs funktionieren.
6. Überprüfung der Dichtheitsanforderungen.
Leckagen sind ein sehr wichtiges Thema für medizinische und analytische Systeme. Ermitteln Sie die zulässige Leckage und wählen Sie das passende Ventil aus.
Die Beispielspezifikation lautet:
Leckage < 0.002 ml/min
7. Überprüfung der mechanischen Integration:
Abmessungen und Gewicht,
Ausrichtung der Anschlüsse,
Befestigungslöcher,
Rohrverbindung
Installationsabstand,
Ausrichtung der Spule
8. Überprüfung der Schaltanforderungen
Entdecken Sie:
Bearbeitungszeit
Frequenzumschaltung,
Lebensdauer
Geräuschspezifikation,
Zeit zum Aufbewahren
Auslastungsgrad
9. Technische Muster anfordern
Vor der Massenproduktion prüfen:
Systemintegration + Temperatur + Schalten + Durchfluss + Leckage + Druck
Das beste Ventil ist nicht immer das billigste, sondern dasjenige, das im gesamten Betriebsbereich des Geräts eine stabile Leistung erbringt.
Wie man häufige Fehler bei der Konstruktion direktwirkender medizinischer Magnetventile vermeidet
Fehler Nr. 1: Auswahl eines Ventils nur anhand der Anschlussgröße
Die Anschlussgröße allein aufgrund ihres Durchmessers ist kein Garant für die Qualität eines Ventils. Weitere Faktoren sind Druck, Durchfluss, Medium, Leckage und Ansprechverhalten.
Fehler 2: Die Richtung des Drucks nicht berücksichtigen
Die verschiedenen Anschlüsse eines Dreiwegeventils können unterschiedliche zulässige Druckwerte aufweisen. Überprüfen Sie daher immer die Druckwerte für IN, NC und NO.
Fehler 3: Wahl des falschen Dichtungsmaterials
Die Kompatibilität der Dichtung hängt vom jeweiligen Medium und der Temperatur ab. FKM-Materialien eignen sich für viele Anwendungen, jedoch sollte jeder Fall individuell geprüft werden.
Fehler Nr. 4: Falsche Berechnung der Spulentemperatur
Ein Solenoid ist ein Bauteil, das elektrische Energie in Magnetkraft und Wärme umwandelt. Berechnen Sie die Spulentemperatur anhand des tatsächlichen Tastverhältnisses.
Fehler Nr. 5: Aufrüstung auf eine leistungsstärkere Spule ohne vorherige Überprüfung der Hitze.
Höhere elektrische Leistung bedeutet nicht automatisch bessere Ventilleistung. Zu hohe Leistung führt zu höherer Temperatur, höherem Energieverbrauch und zusätzlicher Belastung der umliegenden Bauteile.
Fehler 6: Nichtberücksichtigung der Vakuumleistung
Das für Überdruckanwendungen ausgelegte Ventil kann bei Vakuumanwendungen versagen.
Fehler 7: Nicht auf Lecks prüfen
Manchmal schaltet das Ventil zwar korrekt, erfüllt aber aufgrund übermäßiger Leckage nicht die Anforderungen der Anlage.
Fehler 8: Ventilkonstruktion unter Berücksichtigung der Installation nicht ausgelegt
Die mechanische Konstruktion muss finalisiert werden. Dabei sind Verrohrung, Befestigungslöcher, Ausrichtung, Position der Anschlüsse und der verfügbare Platz zu berücksichtigen.
Fehler 9: Der Übergang vom Design zur Massenproduktion
Die Produktion von Werkzeugen und die Fertigung großer Stückzahlen sollten erst freigegeben werden, wenn technische Muster vorliegen und Validierungstests durchgeführt wurden.
Fehler 10: Anwendung nicht beim Lieferanten definiert
Die Anwendungsspezifikation ermöglicht es dem Hersteller, die Spule, den Kolben, die Feder, die Dichtung, den Anschluss und die Ventilstruktur für die jeweilige Anwendung zu optimieren, anstatt ein Standardmodell von der Stange zu liefern.















