Wie man einen Maschinenhaltemagneten auswählt
Die Wahl eines Maschinenhaltemagneten sollte sich nach den Betriebsbedingungen richten und nicht nur nach der vom Hersteller angegebenen Haltekraft.
1. Ermitteln Sie die benötigte Haltekraft.
Bestimmen Sie das Gewicht und die wirkenden Kräfte des Werkstücks. Berücksichtigen Sie Beschleunigung, Schnittkräfte, Stöße, Bewegungen und Vibrationen. Anstatt stets mit maximaler Magnetleistung zu arbeiten, wählen Sie einen angemessenen Sicherheitsabstand.
2. Prüfen Sie das Material des Werkstücks.
Maschinenhaltemagnete eignen sich am besten für ferromagnetische Werkstoffe wie Stahl oder Eisen. Edelstahl und andere Legierungen weisen andere magnetische Eigenschaften auf. Prüfen Sie daher das Material des Werkstücks.
3. Bestimmen Sie die Kontaktfläche.
Die Haftkraft eines Magneten hängt stark von der Ebenheit und Sauberkeit der Oberfläche ab. Farbe, Rost, Öl, Absplitterungen, Unebenheiten und Luftspalte können die Magnetkraft beeinträchtigen. Ein im Labor starker Magnet kann in der Maschine unter Umständen nicht die gleiche Haftkraft entfalten.
4. Wählen Sie die richtige Spannung.
Wählen Sie für Haltemagnete in elektromagnetischen Maschinen eine Magnetspannung, die der Spannung des vorhandenen Steuerungssystems entspricht. Da in vielen industriellen Systemen unterschiedliche Spannungen verwendet werden, ist die elektrische Kompatibilität zu prüfen.
5. Berücksichtigen Sie den Arbeitszyklus.
Ist der Magnet permanent oder gepulst? Bei Dauerbetrieb kann sich die elektromagnetische Spule erhitzen. Wählen Sie einen Magneten, der für den Betriebszyklus und die Temperaturbedingungen geeignet ist.
6. Physikalische Abmessungen überprüfen.
Prüfen Sie den verfügbaren Montageraum, das Schraubenmuster, die Magnethöhe, die Polflächenabmessungen, die Kabelführung und den Abstand zu beweglichen Maschinenteilen.
7. Berücksichtigen Sie die Umwelt.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Staub, Öl, Vibrationen, Kühlmittel und korrosive Substanzen beeinflussen Leistung und Lebensdauer. Wählen Sie daher das passende Gehäuse und den geeigneten Schutz für Ihre Anwendung.
8. Release-Anforderungen berücksichtigen.
Bei schnellem elektrischem Lösen empfiehlt sich ein elektromagnetischer Maschinenhaltemagnet. Soll das Werkstück ohne Stromzufuhr gehalten werden, ist ein Permanentmagnet die bessere Wahl.
9. Regelungsintegration in Betracht ziehen.
Stellen Sie sicher, dass der Magnet mit den von der Maschine verwendeten Relais, SPSen, Sensoren, Schaltern und Sicherheitsschaltungen ordnungsgemäß zusammenarbeitet.
10. Siehe Herstellerangaben.
Vor dem Kauf muss sichergestellt werden, dass der Magnet die Nennkraft, Spannung, Abmessungen, Temperaturbeständigkeit, Montageart und erwartete Lebensdauer gemäß den tatsächlichen Maschinenanforderungen aufweist.
Tipps zur Vermeidung häufiger Fehler bei der Konstruktion von Maschinenhaltemagneten
Wählen Sie einen Magneten nicht anhand der maximalen Haltekraft.
Vergessen Sie nicht das eigentliche Werkstückmaterial und dessen magnetische Eigenschaften.
Die Nennhaltekraft darf bei Vorhandensein eines Luftspalts nicht als konstant betrachtet werden.
Halten Sie die magnetischen Kontaktflächen sauber und richtig ausgerichtet.
Sorgen Sie für ausreichende Sicherheitsmargen bei Vibrationen und dynamischer Belastung.
Bitte vergewissern Sie sich, dass der Magnet die richtige Betriebsspannung hat, wenn Sie ein elektromagnetisches Modell anschließen.
Vergessen Sie nicht die kontinuierliche Spulenheizung.
Installieren Sie den Magneten nicht an einer Stelle, an der umliegende Maschinenteile den Magnetkreis stören könnten.
Die Befestigungsbolzen und die tragenden Bauteile sollten auf volle Belastbarkeit überprüft werden.
Vergessen Sie bei der Konstruktion nicht Korrosion, Kühlmittel, Staub, Öl und Temperatur.
Beachten Sie die Anforderungen für eine Notfallfreigabe.
Stellen Sie sicher, dass der Magnet mit SPS- und Maschinensteuerungssystemen kompatibel ist.
Verlegen Sie das Kabel so, dass mechanische Beschädigungen vermieden werden.
Betreiben Sie einen Magneten nicht über seine Betriebsdauer hinaus.
Testen Sie die Baugruppe in einer realen Betriebsumgebung, bevor Sie in die Serienproduktion gehen.
Beachten Sie die Maß- und Elektrospezifikationen des Herstellers.
Verwenden Sie gegebenenfalls geeignete sekundäre Sicherungsmittel für sicherheitskritische Anwendungen.














